Startseite » Informationen » FAQ – Häufige Fragen
FAQ – Häufige Fragen 2017-03-28T15:46:22+00:00
FAQ

Hier habe ich Fragen zusammengestellt, die mir häufig gestellt werden.

Die Antworten sind möglichst kurz gehalten, nach Stichworten sortiert und beruhen auf meiner Berufserfahrung und persönlichen Einstellung.

Ausführliche Informationen zu Fachthemen gibt es an vielen Stellen im Internet, deshalb verzichte ich hier bewußt darauf, Umfassendes zu allen Themen anzubieten.

Der Fragenkatalog wird laufend erweitert.

Was steht in der „Psychotherapie-Richtlinie“? 2017-04-04T13:02:23+00:00

In der „Psychotherapie-Richtlinie“ stehen alle Voraussetzungen, Verfahrensweisen und Regelungen, die beachtet werden müssen, damit die Krankenkassen eine psychotherapeutische Behandlung von Kassenpatienten bezahlen. Der Gemeinsame Bundesausschuss nennt als Ziel der Richtlinie:

„Sicherung einer den gesetzlichen Erfordernissen  entsprechenden  ausreichenden,  zweckmäßigen  und  wirtschaftlichen Psychotherapie der Versicherten und ihrer Angehörigen in der vertragsärztlichen Versorgung zu Lasten der Krankenkassen“.

Die Richtlinie regelt nicht die Psychotherapie als solche. Die Richtlinie legt nur die Bedingungen fest unter denen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung übernehmen müssen. Deshalb wäre die Bezeichnung „Richtlinie zur Kostenübernahme von Psychotherapie durch die Krankenkassen“ oder „Kostenübernahme-Richtlinie“ zutreffender.

Informationen zu den wichtigsten Punkten der Kostenübernahme-Richtlinie finden Sie in den folgenden FAQ-Punkten auf dieser Seite.

Telefonische Erreichbarkeit 2017-04-02T17:28:02+00:00
Psychotherapeutische Praxen waren auch bisher schon telefonisch erreichbar.
Neu ist, dass zu festgelegten Zeiten ein Praxismitarbeiter persönlich telefonisch erreichbar sein muss.

Psychotherapeutische Praxen müssen ihre telefonische Erreichbarkeit gewährleisten. Patienten sollen die Möglichkeit haben, mit jemandem zu sprechen und nicht nur einen Anrufbeantworter zu erreichen.

In der Regel werden Anrufer dann Praxismitarbeiter erreichen, denn die Therapeuten sind überwiegend in Therapiegesprächen. Das ist aber für den angestrebten Zweck ausreichend, da es nicht um eine telefonische Sprechstunde mit Beratung durch die Psychotherapeuten geht, sondern um Anfragen und organisatorische Dinge.

Die Zeiten der direkten telefonischen Erreichbarkeit werden von der Praxis festgelegt und veröffentlicht.

Psychotherapeutische Sprechstunde 2017-04-08T15:31:30+00:00

Die psychotherapeutische Sprechstunde -
Erstkontakt von Therapiesuchenden und Psychotherapeuten.

Dabei werden Ihre Fragen beantwortet und notwendige Voraussetzungen einer möglichen Therapie geklärt.

Patienten haben Anspruch auf eine psychotherapeutische Sprechstunde als zeitnahen Zugang zu ambulanter psychotherapeutischer Versorgung. Die psychotherapeutische Sprechstunde kann als offene oder Bestellsprechstunde organisiert werden. Sprechstunden sind keine Richtlinientherapie.

Ab 01.04.2017 sollen Patienten vor Beginn einer Psychotherapie zur Vorbereitung in einer psychotherapeutischen Sprechstunde gewesen sein.

Ab 01.04.2018 ist eine psychotherapeutische Sprechstunde von mindestens 50 Minuten. Dauer Pflicht, bevor eine Psychotherapie begonnen werden kann. In speziellen Fällen gibt es Ausnahmen von der psychotherapeutischen Sprechstunde, die ich Ihnen bei Bedarf im Einzelfall erklären kann.

In der psychotherapeutischen Sprechstunde wird geklärt,  ob eine krankheitswertige Störung vorliegt, um welche seelische Krankheit es sich handelt und inwieweit fachspezifische Hilfen im System der Gesetzlichen Krankenversicherung  notwendig sind.

Das Ergebnis der psychotherapeutischen Sprechstunde ist also eine erste Diagnose mit entsprechenden Behandlungsempfehlungen bzw. bei Bedarf nützliche Hinweise auf andere Hilfemöglichkeiten außerhalb des Leistungsspektrums der Krankenkassen.

Jeder  Patient erhält eine allgemeine Patienteninformation („Ambulante Psychotherapie in der gesetzlichen Krankenversicherung“) und die schriftliche Zusammenfassung des Ergebnisses der psychotherapeutischen Sprechstunde als Individuelle Patenteninformation.

Der Patient ist nicht verpflichtet, sich an die Empfehlungen zu halten.

Hält es der Therapeut für sinnvoll, kann die Individuelle Patenteninformation auch an einen Arzt geschickt werden – selbstverständlich nur mit schriftlicher Einwilligung des Patienten auf dem Formblatt.

Psychotherapeutische Akutbehandlung 2017-03-17T19:30:24+00:00

NEU

ist die psychotherapeutische Akutbehandlung als Krisenintervention oder zur Vorbereitung auf eine Psychotherapie bis ein Therapieplatz verfügbar ist.

Eine Akutbehandlung, die nicht innerhalb von 14 Tagen nach Indikationsstellung begonnen wurde, erfüllt nicht den beabsichtigten Zweck.

Zur zeitnahen Entlastung von akuten Symptomen ist eine psychotherapeutische Akutbehandlung auch direkt im Anschluss an die psychotherapeutische Sprechstunde möglich.

Als zeitnahe psychotherapeutische Intervention  dient sie der Erst-Stabilisierung eines Patienten im Sinne einer Krisenintervention. Sie ist auf keinen Fall eine umfassende Bearbeitung einer Problematik wie in einer Psychotherapie.

Vor einer Akutbehandlung sind keine probatorischen Sitzungen notwendig, denn diese gelten als Einleitung einer Psychotherapie.

Bei Bedarf soll eine Akutbehandlung innerhalb von 14 Tagen nach einer Sprechstunde erfolgen. Sie kann maximal 12 Sitzungen (50 Min.) umfassen und muss bei der Krankenkasse nicht beantragt, aber angezeigt werden.

Folgt auf eine Akutbehandlung dann eine Psychotherapie, müssen vorher mindestens zwei probatorische Sitzungen stattfinden und die Stunden der Akutbehandlung werden auf das Therapiekontingent angerechnet.

Probatorische Sitzungen 2017-03-17T19:31:08+00:00

Probatorische Sitzungen sind vor Aufnahme einer Kurz- oder Langzeittherapie verpflichtend.

Probatorische Sitzungen sind keine Richtlinientherapie. Sie dienen der Einleitung einer ambulanten Kurzzeit- oder Langzeittherapie. Vor einer Psychotherapie bei Erwachsenen müssen mindestens zwei und können höchsten vier probatorische Sitzungen (je 50 Min.) stattfinden (bei Kindern und Jugendlichen maximal sechs).

Nach einer Empfehlung von Psychotherapie in der Sprechstunde finden probatorische Sitzungen als Gespräche zur weiteren Feststellung der Diagnose und der notwendigen Behandlung statt. Sie dienen auch der Einschätzung der Eignung der Patienten für ein bestimmtes Psychotherapieverfahren. Darüber hinaus erfolgt eine Klärung der Motivation und der Kooperations- und Beziehungsfähigkeit der Patienten. Patient und Therapeut schätzen ab, ob die Voraussetzungen für eine tragfähige Arbeitsbeziehung zwischen Patient und Therapeut gegeben sind.

Kurzzeittherapie 2017-04-24T10:37:55+00:00

Die Kurzzeittherapie umfasst 24 Therapieeinheiten in zwei Blöcken mit je 12 Std.

Kurzzeittherapie umfasst bis zu 24 Therapieeinheiten à 50 Minuten. Diese sind in zwei Abschnitte mit je 12 Std. unterteilt. Für Kurzzeittherapien ist kein Gutachten mehr erforderlich, aber für jeden Abschnitt muss ein eigener Antrag bei der Krankenkasse gestellt werden.

Grundsätzlich gelten Anträge nach einer Frist von drei Wochen auch ohne Bescheid als bewilligt. Im Regelfall erhält der Patient aber die schriftliche Bewilligung seiner Krankenkasse.

Der Psychotherapeut erhält die Entscheidung der Krankenkasse leider nur im Falle einer Ablehnung. Um unnötige Verzögerungen zu vermeiden ist es daher wichtig, dass Patienten ihrem Therapeuten die Bewilligung einer Therapie umgehend vorlegen.
Langzeittherapie 2017-03-18T13:21:21+00:00

Eine Langzeittherapie umfasst 60 Therapieeinheiten zu je 50 Min.
Eine Verlängerung um 20 Therapieeinheiten kann bei Bedarf beantragt werden.

Die Langzeittherapie kann während der probatorischen Sitzungen oder als Umwandlung einer Kurzzeittherapie beantragt werden. Hierfür ist ein Bericht an den Gutachter im Gutachterverfahren notwendig.

Bei Bedarf kann für eine Langzeittherapie von 60 Std. mit dem Fortführungsantrag eine Verlängerung um 20 Std. beantragt werden. Ob dabei ein Gutachter herangezogen wird, liegt im Ermessen der Krankenkasse.

Für die Entscheidung über die Anträge auf eine Langzeittherapie oder der Verlängerung hat die Krankenkasse 5 Wochen Zeit. Das Ergebnis erhalten Patient und Therapeut schriftlich.

Rezidivprophylaxe 2017-03-18T13:22:55+00:00

NEU:

Bei einer Langzeittherapie kann ein Teil der Therapiestunden bis zu zwei Jahre nach Therapieende durchgeführt werden.

Nach Beendigung einer Therapie kann es manchmal sinnvoll sein, zur Erhaltung erreichter Ziele eine weitere „ausschleichende Behandlung“ durchzuführen, um bei einem drohenden Rückfall einen schnellen Zugang zum Therapeuten zu haben.

Die hierfür notwenigen Stunden müssen vom bewilligten Stundenkontingent noch übrig sein und können bis zu 2 Jahre nach Ende der Langzeittherapie genutzt werden.

Unter dem neuen Begriff der Rezidivprophylaxe wird aber keine neue Leistungsart geschaffen. Auch bisher konnten gegen Ende einer Therapie die Abstände zwischen den einzelnen Sitzungen vergrößert werden. Bei der bisherigen „ausschleichenden Behandlung“ durfte nur zwischen den Stunden keine Pause von mehr als 6 Monaten entstehen und nach Therapieende konnte eine Anschlusstherapie erst nach einer Wartezeit von 2 Jahren folgen.

Die neue Regelung stellt keine zusätzlichen Stunden für die Rezidivprophylaxe bereit. Maximal 8 Std. bei einer Langzeittherapie von 40 – 59 Std. oder maximal 16 Std. bei einer Therapie von 60 Std. und mehr müssen vorher bei der Therapie übrig gelassen werden. Es handelt sich dabei also um Therapiestunden, die im Langzeitkontingent bewilligt, aber erst in der Zeit nach Therapieende in Anspruch genommen werden.

Gerade für Patienten mit chronischen oder rezidivierenden psychischen Erkrankungen wäre hier ein neuer Leistungsbereich nach Abschluss einer Psychotherapie und zusätzlich zu genehmigungspflichtigen Kontingenten wünschenswert gewesen. Darüber hinaus sind fachliche Gründe für die Begrenzung der Rezidivprophylaxe auf Langzeittherapien nicht erkennbar. Auch nach 24 Therapiestunden kann Vorbeugung gegen Rückfälle durchaus sinnvoll sein.

Terminservicestellen 2017-04-09T17:47:41+00:00

Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen

Die gesetzlichen Vorgaben der Terminservicestellen gelten jetzt auch für Psychotherapeuten.

Dabei haben die Terminservicestellen zwei Aufgaben:

Das bedeutet für Sie als Versicherte einer gesetzlichen Krankenversicherung:

Sie können sich mit dem Wunsch nach einem Erstgespräch in einer psychotherapeutischen Sprechstunde direkt an die Terminservicestelle wenden. Diese soll Ihnen innerhalb einer Woche einen Termin vermitteln für ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten zur Abklärung, ob und welches Versorgungsangebot für Sie in Frage kommt. Der Termin muss innerhalb der nächsten vier Wochen liegen.

Stellt sich in der psychotherapeutischen Sprechstunde heraus dass eine Behandlung unbedingt innerhalb der nächsten vier Wochen erfolgen muss, erhalten Sie in der Individuellen Patienteninformation die Empfehlung: „Ambulante Psychotherapeutische Akutbehandlung“. Wenn die Praxis nicht in der Lage ist, die Akutbehandlung in dieser Zeit selbst durchzuführen oder an einen Kollegen zu vermitteln, können Sie sich erneut an die Terminservicestelle wenden.

Die Terminservicestelle ist dann verpflichtet, Ihnen jetzt innerhalb einer Woche einen Termin zur Akutbehandlung bei einem Psychotherapeuten zu vermitteln, die dieser innerhalb der nächsten vier Wochen beginnen muss.

Es besteht kein Anspruch auf Vermittlung an eine bestimmte psychotherapeutische Praxis. Ihnen können dabei auch weitere Wege zugemutet werden. Hier gilt – wie allgemein in der fachärztlichen Versorgung auch – eine Fahrzeit bis zu 30 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln als zumutbar.

Kann die Terminservicestelle innerhalb der angegebenen Fristen keinen Termin für ein Erstgespräch in einer psychotherapeutischen Sprechstunde oder für eine notwendige Akutbehandlung bei einem Vertragspsychotherapeuten vermitteln, muss sie Ihnen innerhalb einer Woche einen Termin innerhalb der nächsten vier Wochen in einem geeigneten Krankenhaus vermitteln. Erstgespräch und Akutbehandlung dürfen im Krankenhaus nur von Personen durchgeführt werden, die eine Qualifikation entsprechend der Psychotherapie-Vereinbarung haben.

Der Gesetzgeber betont den Grundsatz der freien Arztwahl ausdrücklich. Die Versicherten sind nicht verpflichtet, die von Terminservicestellen angebotenen Termine wahrzunehmen. Sie können auf die vermittelten Termine verzichten und stattdessen zu einem späteren Zeitpunkt ihren „Wunschtherapeuten“ aufsuchen.


Was ist der Unterschied zwischen alter und neuer Chipkarte ? 2017-09-14T10:42:53+00:00
KVK

Ungültig seit 01. Januar 2015

Die alte Chipkarte  war bis zum 31.12.2014 gültig.

Seit Januar 2015 kann ich diese alte Krankenversicherungskarte (KVK) in der Praxis nicht mehr einlesen. Sie kann in keiner Praxis mehr verwendet werden.

eGK

Die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist seit 1. Januar 2015 Pflicht.

Alle gesetzlich Versicherten erhalten die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) von ihrer Krankenkasse. Dazu müssen Sie der Krankenkasse ein Lichtbild zusenden. Bei den meisten Krankenkassen geht dies per Internet.

Auf der neuen „Gesundheitskarte“ sind zunächst nur Ihre Stammdaten Name, Adresse, Geburtsdatum und Krankenversicherungsnummer gespeichert. Neu ist das Foto auf der Versichertenkarte. Dadurch soll der Missbrauch eingedämmt werden. Ausgenommen von der Foto-Pflicht sind Kinder unter 15 Jahren und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen wie Bettlägerigkeit nicht in der Lage sind, ein Foto einzureichen.

Chipkarte

Auf der Rückseite der Gesundheitskarte ist die Europäische Krankenversichertenkarte aufgedruckt. Dieser Aufdruck gewährleistet, dass Versicherte, die im EU-Ausland unterwegs sind, in allen 28 EU-Ländern sowie in Island, Grönland und der Schweiz unbürokratisch ärztliche Hilfe bekommen.

Überweisung für Psychotherapie? 2017-09-14T18:20:21+00:00

Überweisung für Psychotherapie nicht erforderlich.

Seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes 1999 haben Sie als Patient ein Erstzugangsrecht zu einem Psychotherapeuten. Das heißt, wenn Sie psychische Beschwerden haben und eine Psychotherapie in Anspruch nehmen möchten, können Sie mit Ihrer Chipkarte direkt zum Psychotherapeuten Ihrer Wahl gehen.

Als in den Praxen noch eine „Praxisgebühr“ von 10 EUR für die Krankenkassen erhoben werden mussten, brauchten Sie die Überweisung eines Arztes, um sich das mehrfache Zahlen der Praxisgebühr zu ersparen. Mit Wegfall der Praxisgebühr zum Januar 2013 gilt: Sie können – nach einer Terminvereinbarung – wieder direkt mit Ihrer Gesundheitskarte zu mir kommen und brauchen für Psychotherapie keine Überweisung eines Arztes.

Was sind „zugelassene“ Psychotherapeuten ? 2017-04-09T17:45:53+00:00

Man unterscheidet zwei verschiedene Zulassungen

Approbation

Psychotherapeuten brauchen eine Approbation (das ist die staatliche Zulassung) damit sie ihren Beruf ausüben dürfen.

  • Ärztliche Psychotherapeuten haben hierzu nach ihrem Medizinstudium eine Weiterbildung zum Psychotherapeuten abgeschlossen.
  • Psychologische Psychotherapeuten haben dazu nach ihrem Psychologiestudium eine Ausbildung zum Psychotherapeuten (oder Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten) abgeschlossen.

Die Approbation ist die staatliche Zulassung zur Berufsausübung als Arzt, Zahnarzt, Psychotherapeut, Tierarzt oder Apotheker und wird von den zuständigen Landesbehörden des jeweiligen Bundeslandes erteilt.

Ohne Approbation darf ein Psychotherapeut, Arzt oder Zahnarzt seinen Beruf in Deutschland nicht ausüben.

Kassenzulassung

Damit ein Psychotherapeut, Arzt oder Zahnarzt seine Leistungen über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) bzw. Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) direkt zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen abrechnen kann, braucht er eine Kassenzulassung (das ist eine sozialrechtliche Zulassung).

Die Kassenzulassung erfolgt in Deutschland durch einen Verwaltungsakt und immer nur für einen bestimmten Bereich (z.B. Stadt, Landkreis).

Voraussetzung für die Kassenzulassung ist die Approbation und ein freier „Kassensitz“ im gewünschten Bereich.

Ohne Kassenzulassung können diese Berufe in einer Privatpraxis oder angestellt bei einer Instituion (z.B. Krankenhaus) ausgeübt werden. Leistungen können nicht direkt mit den Krankenkassen abgerechnet werden, sondern nur über Privatrechnungen und im Kostenerstattungsverfahren.

Was ist ein Konsiliarbericht? 2017-09-14T17:51:38+00:00

Der Konsiliarbericht dient zur Abklärung einer organischen Erkrankung als mögliche Ursache für die vorliegenden Beschwerden.

Psychotherapeuten fordern den Konsiliarbericht spätestens am Ende der probatorischen Sitzungen an. Hierzu überweisen sie den Patienten an einen Arzt (idealerweise den Hausarzt). Dieser erstellt den Konsiliarbericht nach eingehender Untersuchung zeitnah – spätestens innerhalb von drei Wochen und schickt ihn dem Psychotherapeuten (oder gibt ihn dem Patienten im verschlossenen Umschlag direkt mit).

Kostenerstattungsverfahren 2017-09-14T10:56:15+00:00

Kostenerstattungsverfahren: Findet ein gesetzlich krankenversicherter Patient keinen Behandlungsplatz bei einem zugelassenen Psychotherapeuten, so kann er bei seiner Krankenkasse die Behandlung durch einen nicht zugelassenen, aber ebenso qualifizierten Psychotherapeuten beantragen. Voraussetzung ist, dass es sich um eine „unaufschiebbare Leistung“ handelt. „Psychische Erkrankungen erfordern in der Regel solche unaufschiebbaren Leistungen. Ein Patient sollte nicht länger als drei Wochen auf einen ersten Termin beim niedergelassenen Psychotherapeuten warten müssen“, erklärt BPtK-Präsident Richter.

Diese Anträge auf Kostenerstattung gelten nach Ansicht des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) als genehmigt, wenn sie nicht innerhalb von höchstens fünf Wochen von der Krankenkasse entschieden werden. Dies stellte das BMG in seiner Antwort auf die schriftliche Frage der Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink klar. Danach gelten die neu geregelten Fristen auf Leistungen (§ 13 Absatz 3a SGB V) auch für die Regelungen der Kostenerstattung (§ 13 Absatz 3 SGB V).

„Der Gesetzgeber hat hier der Praxis einiger Kassen einen Riegel vorgeschoben“, erläutert Richter. „Seit einiger Zeit berichten Versicherte der BPtK immer wieder, dass ihre Kassen Kostenerstattungsanträge einfach liegen lassen. Zukünftig können Krankenkassen die Behandlung so nicht mehr verzögern.“ Die Frist beträgt drei Wochen und – soweit Gutachten eingeholt werden – fünf Wochen.

Ratgeber Kostenerstattung (BPtK)

Ebenfalls nützliche Informationen beinhalten die
„FAQs zur Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V“ der Psychotherapeutenkammer NRW .

 


BPtK 29. April 2013 – Ausgaben für Kostenerstattung mehr als verfünffacht

Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ? 2016-08-20T12:17:24+00:00

Eine PTBS ist eine psychische Erkrankung, der definitionsgemäß ein oder mehrere belastende Ereignisse von außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalem Ausmaß (Trauma) vorangehen.

Traumatische Ereignisse können sein: das Erleben von körperlicher und sexualisierter Gewalt auch in der Kindheit (sogenannter sexueller Missbrauch), Vergewaltigung, gewalttätige Angriffe, Entführung, Geiselnahme, Terroranschlag, Krieg, Kriegsgefangenschaft, politische Haft, Folterung, Gefangenschaft in einem Konzentrationslager, Natur- oder durch Menschen verursachte Katastrophen, Unfälle oder die Diagnose einer lebensbedrohlichen Krankheit.

Dabei muss die Bedrohung nicht unbedingt die eigene Person betreffen, sondern sie kann auch bei anderen erlebt werden (z. B. wenn man Zeuge eines schweren Unfalls oder einer Gewalttat wird).

Die PTBS tritt in der Regel innerhalb eines halben Jahres nach dem traumatischen Ereignis auf und geht mit unterschiedlichen psychischen und psychosomatischen Symptomen einher. Typische Merkmale sind das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen, Flashbacks), Träumen oder Alpträumen, die vor dem Hintergrund eines andauernden Gefühls von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit auftreten.

Ferner finden sich Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahmslosigkeit der Umgebung gegenüber, Freudlosigkeit sowie Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten. Meist tritt ein Zustand von vegetativer Übererregtheit mit Vigilanzsteigerung, einer übermäßigen Schreckhaftigkeit und Schlafstörung auf.

Quelle: ICD 10, Wikipedia – überarbeiteter Auszug