IADC 2017-09-14T18:29:42+00:00

IADC

Induced After Death Communikation

IADC –
Induced After Death Communikation
Eingeleitete Nachtodkommunikation

ist ein Verfahren zur Trauerbewältigung, das von dem US-amerikanischen Trauma-Therapeuten Dr. Alan Botkin Mitte der 1990er Jahre auf Basis seiner Arbeit mit EMDR entwickelt wurde.

Es umfasst rund 3-4 Sitzungen, folgt einem Behandlungsplan in klar definierten Schritten und kann sowohl im Rahmen einer laufenden Therapie als auch gesondert davon bei mir in Anspruch genommen werden.

Wie beim EMDR spielen in der IADC-Therapie bilaterale Augenbewegungen eine zentrale Rolle. Der Therapeut leitet den Klienten an, an etwas zu denken, was ihn an seinem Verlust emotional besonders stark belastet. Dabei fokussiert er den Klienten auf die tiefe Traurigkeit, die mit dem Verlust verbunden ist und die sich oft hinter Schuldgefühlen und Wut verbirgt.

Durch die Augenbewegungen verändert sich der intensive Schmerz meist recht rasch und es öffnet sich der Raum für die Begegnung mit dem Verstorbenen. Leitender Gedanke dabei ist: Was würde der Klient dem Verstorbenen sagen wollen, wenn er mit ihm sprechen könnte? In einer weiteren Serien von Augenbewegungen soll der Klient erwartungsfrei beobachten, was geschieht.

Die Erfahrungen, die Klienten in einer IADC-Sitzung machen, sind sehr individuell.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie nicht bewusst steuerbar sind und sich am ehesten frei entfalten können, je weniger der Klient sie zu beeinflussen sucht.

In rund 75% der Fälle erleben Klienten innere Sinneseindrücke, die sie als reale, tröstende, liebevolle und auch aussöhnende Begegnung mit dem Verstorbenen beschreiben. Hier hat der Klient ein Gefühl der unmittelbaren Gegenwart des Verstorbenen oder kommuniziert bewusst mit ihm.

Doch auch wenn sich diese Form eines Nachtodkontaktes nicht einstellt, berichten einige Klienten, die Präsenz des Verstorbenen über Sinneseindrücke wie einen Geruch oder eine Berührung zu spüren.

Wieder andere schildern außergewöhnliche Erfahrungen nach einer Sitzung, z.B. dass sie ein bestimmtes Musikstück im Radio hörten, das sie als eine Botschaft des Verstorbenen verstanden haben, oder dass sie intensiv und lebendig vom Verstorbenen träumten.

Tatsächlich

bleibt das, was in der Wiederbegegnung stattfindet, letztlich der Deutung und dem Glaubenssystem des Klienten überlassen – ob er darin einen Kontakt zur „Geistwelt“ sieht oder eine Imagination bzw. Konstruktion seines Unterbewusstseins.

Insofern wirkt die  IADC-Therapie sowohl bei religiösen oder spirituellen als auch bei areligiösen oder eher rational-materiell denkenden Menschen.

Auch Dr. Allan Botkin selbst bezieht dazu keine Stellung. Er erklärt seine Position, indem er sagt:

„Als Psychologe, der zu allererst an der Heilung der Personen interessiert ist,
die so tief leiden, verfolge ich die Strategie,
keine Diskussionen über Glaubenssysteme zu führen“.

Die Nachtodbegegnung ermöglicht den Trauernden, nicht erledigte Themen mit dem Verstorbenen zu bereinigen und auch traumatische Verlustereignisse (z.B. plötzlicher Tod ohne Verabschiedung oder Suizid) zu verarbeiten.

Gefühle von Wut und Schuld, die manchmal der Verarbeitung der Trauer im Wege stehen oder sie zusätzlich erschweren, können gelöst, der intensive Schmerz und die tiefe Traurigkeit gelindert werden.

Die durchgängig positiven Botschaften der Verstorbenen, dass es ihnen gut geht und dass es auch dem Hinterbliebenen gut gehen soll, helfen diesen, den Verlust anzunehmen und inneren Frieden zu finden.

Durch die IADC-Therapie entsteht eine überdauernde und gesunde Verbindung mit dem Verstorbenen. Dies ist für die meisten Trauernden wesentlich hilfreicher als der vielfach zu hörende Rat, man müsse „doch endlich den Verstorbenen loslassen“.

Als zertifizierte IADC-Therapeutin finden Sie mich auf der Therapeutenliste des Allan Botkin Instituts Deutschland.
Weitere Informationen zu IADC erhalten Sie auch unter www.iadc-therapie.de .