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Züricher Ressourcenmodell 2016-11-02T08:38:05+00:00

ZRM – Züricher Ressourcenmodell

Ein Selbstmanagement-Training

Das ZRM - Züricher Ressourcenmodell ist ein Selbstmanagement-Training, das Menschen darin unterstützt, so zu handeln, wie es ihren eigenen Wünschen entspricht.
Es wurde von Maja Storch und Frank Krause in den 1990er-Jahren entwickelt und beruht auf neurowissenschaftlichen Fakten und psychologischen Erkenntnissen.
ZRM - Züricher Ressourcenmodell

Was bedeutet aber nun Selbstmanagement bzw.
„sich so zu verhalten, wie es den eigenen Wünschen entspricht“?

(Lebens-) Themen definieren

Für den einen steht im Vordergrund, sich über die eigenen (Lebens-) Themen klar zu werden. Manchmal ist es ein diffuses Unbehagen, das uns auf unterschwellige Veränderungswünsche hinweist, ohne dass wir genau wissen, worum es eigentlich geht. Oder unterschiedliche Handlungsoptionen und Entscheidungsalternativen führen zu einem permanenten Kreislauf aus Suchen und Abwägen. Man weiß einfach nicht richtig, was man will.

Wünsche realisieren

Oft ist auch ein klarer Wunsch vorhanden, aber aus Gründen, die uns selbst unerklärlich sind, können wir ihn nicht in die Tat umsetzen. Dies kennt vermutlich jeder, der schon einmal einen „guten Vorsatz“ gefasst hat: Sich mehr bewegen, öfter mit der Familie etwas unternehmen, mit dem Rauchen aufhören oder endlich die eine oder andere lästig Pflicht erledigen – all das mag unserem tiefen Wollen entspringen, doch vermag der „willige Geist“ leider selten den Berg zu versetzen, wenn das „Fleisch“ nicht mitspielt…

Hier liefert das ZRM äußerst wertvolle Hilfen, um das Zusammenspiel von „Kopf und Bauch“ zu begünstigen.

Der Rubikon-Prozess

Warum soll ich im ZRM-Training über einen italienischen Fluß gehen?

Rubikon-Prozess

Das handlungswirksame Ziel: Die eigene innere Haltung

Zunächst geht es darum, unbewusste Bedürfnisse (Phase 1) aufzuspüren, denn diese spielen neben der Benennung der bewussten Motive (Phase 2) eine wichtige Rolle. Manchmal werden nämlich hier bereits innere Konflikte erkennbar, die dazu führen, dass ein gehegter Wunsch nicht in die Tat umgesetzt wird (z.B. eine Frau möchte schlank werden – bewusstes Motiv – aber fürchtet unbewusst, dass ihr Mann dann eifersüchtig reagiert).

Zentraler Schritt im ZRM ist nun die Überschreitung des Rubikons (Phase 3): Den ausformulierten Wunsch der Phase 2 („Es wäre schön, wenn …“) in ein handlungswirksames Ziel – das Mottoziel („Ich will“) – zu transformieren. Dieses Mottoziel beschreibt eine innere Haltung – ein positiv formulierter Satz, der ausdrückt, was der Betreffende wirklich und mit tiefer Überzeugung anstrebt.

Die Präaktionale Vorbereitung (Phase 4) umfasst Strategien, welche die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die neue Intention auch in Handlung umgesetzt wird. Neben anderen Techniken spielt hier das Priming – eine sehr effektive Form des unbewussten Lernens – eine wichtige Rolle.

In der Handlungsphase (Phase 5) wird das Verhalten schließlich weiter optimiert, indem dafür gesorgt wird, dass es auch in unvorhersehbaren oder überraschenden Situationen abrufbar bleibt.

Bedürfnisse
Mottoziel
Ziel
emotionale Befindlichkeit

Ressourcenorientierung und Somatische Marker

Dabei arbeitet das ZRM konsequent ressourcenorientiert, d.h. es wird stets geschaut, was positive Gefühle im Menschen auslöst und was ihn bei der Verfolgung seiner Ziele unterstützt.

Hierfür stellen die somatischen Marker eine Art Kompass dar. Somatische Marker sind automatische Körperreaktionen als Zeichen für die emotionale Befindlichkeit – in Comics meist durch Lautäußerungen wie „Argh“, „Grmpfl“ oder „Yipih“ mit entsprechendem Körperausdruck dargestellt. Positive somatische Marker (umgangssprachlich ein „gutes Bauchgefühl“) können unbewusste Bedürfnisse ans Licht holen, die Motivation steigern und die Lernwirkung intensivieren. Deswegen ist es von zentraler Bedeutung, solche Mottoziele zu formulieren, die eindeutig ein extrem gutes Bauchgefühl auslösen.

Das ZRM-Training schult den Teilnehmer, auf positive somatische Marker bei sich zu achten, um so diesen emotionalen Impuls zu erkennen, der ihm den Schritt über den Rubikon erleichtert.

Bildkartei, Wunschelemente, Fremdgehirne und Ideenkörbe

An vielen Stellen arbeitet das ZRM – Züricher Ressourcenmodell mit einer speziellen Art des Brainstormings. Um den eigenen Bedürfnissen und Motiven auf die Spur zu kommen oder um herauszufinden, was den Teilnehmer optimal bei der Verfolgung seiner Ziele unterstützen kann, werden Bilder oder Elemente verwendet, die positive Assoziationen wecken.

Mit Hilfe anderer Gruppenteilnehmer oder der Therapeutin – im ZRM Fremdgehirne genannt – werden viele Vorschläge und Ideen hierzu in einem Korb gesammelt und dem Teilnehmer zur Verfügung gestellt, so dass ein kreativer und ressourcenorientierter Prozess in Gang gesetzt wird.

Ideen Korb